[15] Der Mensch

16.05.2019

Nun ist die Zeit gekommen die Betrachtung auf uns selbst zu richten. Und einleiten möchte ich in dieses Kapitel den Mensch mit der Wiederholung schon getroffener Aussagen zum Thema Mensch in diesem Buch, um damit ein grobes Wesen des Menschen zu erschaffen.

Wir vereinfachen die Realität. Wir beeinflussen uns gegenseitig. Wir sind abhängig voneinander. Wir prägen die drei Komplexitäten aus. Wir sind äußerst anpassungs- uns gewöhnungsfähig. Wir leben. Wir streben nach Ruhe. Wir erschaffen. Wir haben Triebe und Bedürfnisse. Wir haben einen freien Willen. Wir sind mächtig. Wir kommunizieren. Wir kooperieren. Wir sind an der Spitze der Nahrungsnetze. Wir können unser Untergang sein. Wir können langfristig handeln. Wir können tugendhaft werden. Wir erzählen Geschichten. Wir sind vor vielen Jahrtausenden entstanden. Wir sind in der Gegenwart. Wir sind Menschen. Menschen sind wir.

Für mich ist die Basis eines jeden Menschen die Anpassungsfähigkeit. In unterschiedlichen Kulturen haben wir unterschiedliche Traditionen und Bräuche, aber auch Geisteshaltungen, Ideologien und Mythen. Wir konnten mit einem Faustkeil durch die Steppe streifen oder mit Schneeschuhen in den kältesten Gebieten herum stiefeln. Wir konnten Juden ermorden und Juden verstecken. Genozide unterstützen und verhindern. Krieg führen und Frieden errichten. Wir können.

Einen Mensch biologisch zu definieren ist leicht: Hominoidea, Hominidae, Homininae, Hominini, Homo, Mensch (Überfamilie, Familie, Unterfamilie, Tribus, Gattung, Art). Die Zugehörigkeit zu der Art entsteht aus der Geburt durch die eigene Mutter, welche auch zu Homo sapiens gehört. Die Ausprägung der Physis und der körperlichen Veranlagungen ist häufig ähnlich. Nach meiner Ansicht entsteht aus dem physischen Organ des Gehirns inklusive des Nervensystems unsere geistigen Fähigkeiten, sowie das Bewusstsein. In der Zukunft könnte die Frage, was einen Menschen ausmacht, spannender werden, da wir durch Gentechnik unterschiedliche Körper und geistige Fähigkeiten bekommen könnten. Bis jetzt bleibt der Mensch den Tieren biologisch extrem nahe. Was die Frage aufkommen lässt: Was ist der Unterschied zwischen uns und diesen, und warum sind wir keine Tiere? Die erste Frage wurde schon beantwortet in Kapitel 3 und indirekt auch diesem. Prinzipiell sind wir körperlich gleich, doch einige unserer kognitiven Fähigkeiten heben uns ab. Darüber hinaus ist es für uns in der Gegenwart unmöglich Tiere zu sein, weil wir uns selbst als etwas den Tieren nicht angehöriges definieren. Wir definieren uns als Menschen und als Nicht-Tiere. Obwohl natürlich hier und dar Individuen erstens sich der Ähnlichkeit bewusst sind und weitergehend auch den Mensch als Tier betrachten. Ist es jedoch sinnvoll uns als Tiere zu sehen? Wahrscheinlich nicht. Wir sind das, was wir an und in uns sehen. Der Mensch ist für den Mensch wie er meint zu sein. Im nächsten Kapitel wird der Schwerpunkt auf die Menschenbilder und deren Auswirkungen gelegt, um eine alte, philosophische Frage zu beantworten.


Zusammenfassung:

- Wir sind Menschen und können Dinge.


Nächstes Kapitel: Die Menschheit